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Zulassungsvoraussetzungen für den Meister für Schutz und Sicherheit (IHK) 2026

Autorenbild: Meisterlernen.de
Meisterlernen.de
31. Juli
2 Min. Lesezeit
Zulassungsvoraussetzungen für den Meister für Schutz und Sicherheit (IHK) 2026

Wer die Prüfung zum Geprüften Meister für Schutz und Sicherheit ablegen möchte, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Maßgeblich ist die Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Meister beziehungsweise Geprüfte Meisterin für Schutz und Sicherheit. Die endgültige Entscheidung über deine Zulassung trifft immer die zuständige IHK.



1. Zulassung zu den Grundlegenden Qualifikationen


Für den Prüfungsteil Grundlegende Qualifikationen – kurz GQ musst du einen der folgenden Zugangswege erfüllen:



Fachkraft für Schutz und Sicherheit


Mit einer erfolgreich abgeschlossenen dreijährigen Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit kannst du grundsätzlich ohne zusätzliche Berufspraxis zur GQ zugelassen werden.



Anderer sicherheitsrelevanter Ausbildungsberuf


Hast du einen anderen anerkannten sicherheitsrelevanten Ausbildungsberuf abgeschlossen, benötigst du zusätzlich mindestens:


  • ein Jahr einschlägige Berufspraxis


Dazu kann beispielsweise die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit gehören.



Anderer anerkannter Ausbildungsberuf


Liegt deine abgeschlossene Ausbildung außerhalb der Sicherheitsbranche, benötigst du:


  • mindestens zwei Jahre einschlägige Berufspraxis



Keine abgeschlossene Ausbildung


Auch ohne anerkannten Berufsabschluss ist eine Zulassung möglich. Dafür sind erforderlich:


  • mindestens vier Jahre einschlägige Berufspraxis



Geprüfte Werkschutzfachkraft oder GSSK


Die Verordnung nennt ausdrücklich die erfolgreich abgelegte Prüfung zur Geprüften Werkschutzfachkraft als Zugangsweg. Die GSSK ist die Nachfolgequalifikation der Werkschutzfachkraft. Da die Anerkennung im Einzelfall durch die zuständige IHK erfolgt, solltest du deinen Abschluss vor der Anmeldung prüfen lassen.




2. Zulassung zu den Handlungsspezifischen Qualifikationen


Für die Handlungsspezifischen Qualifikationen – kurz HQ gelten zwei zusätzliche Bedingungen:


  1. Du musst den Prüfungsteil GQ abgelegt haben. Dieser darf zu Beginn der HQ-Prüfung nicht länger als fünf Jahre zurückliegen.

  2. Gegenüber der für die GQ erforderlichen Praxiszeit benötigst du mindestens ein weiteres Jahr einschlägige Berufspraxis.


Das bedeutet beispielsweise:

GQ und HQ

Die Berufspraxis muss wesentliche Bezüge zu den Aufgaben eines Meisters für Schutz und Sicherheit haben, beispielsweise zu Schutz und Sicherheit, Organisation, Führung oder Personal.



3. Ausbildereignungsprüfung


Zusätzlich musst du die berufs- und arbeitspädagogischen Qualifikationen nachweisen. In der Regel geschieht dies durch die Ausbildereignungsprüfung nach AEVO. Der Nachweis muss spätestens vor Beginn der letzten Prüfungsleistung vorliegen. Du kannst die AEVO somit auch noch während deiner Meistervorbereitung absolvieren.



4. Besonderheiten für Soldaten und ehemalige Soldaten


Eine bestimmte Dienstzeit führt nicht automatisch zur Prüfungszulassung. Militärische Tätigkeiten können jedoch als einschlägige Berufspraxis anerkannt werden, wenn sie ausreichende Bezüge zu Schutz, Sicherheit, Organisation oder Führung aufweisen. Hilfreich sind insbesondere:


  • Dienstzeugnisse und Tätigkeitsnachweise

  • ATN- und Lehrgangsnachweise

  • Nachweise über Führungsaufgaben

  • genaue Beschreibungen sicherheitsrelevanter Tätigkeiten


Die Verordnung ermöglicht auch eine individuelle Zulassung, wenn durch Zeugnisse oder auf andere Weise glaubhaft gemacht wird, dass die erforderlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen vorhanden sind. Darüber entscheidet die jeweilige IHK.



Fazit: Zulassung frühzeitig prüfen lassen


Lasse deine Voraussetzungen möglichst vor Beginn der Prüfungsvorbereitung von deiner IHK kontrollieren. So vermeidest du spätere Probleme bei der Anmeldung. Reiche deine Nachweise vollständig ein und beschreibe deine Berufspraxis möglichst genau.


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